„Ausprobieren ist für jeden, der Texte schreibt oder andere Inhalte entwickelt, aus meiner Sicht Pflicht.“

Eine gute Story ist bereits der halbe Erfolg. Doch was macht die andere Hälfte aus? In einer Zeit, in der digitale Tools und Strategien zunehmend zum Tagesgeschäft gehören, gilt vor allem eines: Ausprobieren. Denn nur wer offen für Neues ist, wird langfristig vorne mithalten können. So sieht das zumindest unser Geschäftsleiter Digital Anton Bühl. Wir wollten wissen, was dahintersteckt und haben genauer nachgefragt:

Anton, Du bist Geschäftsleiter Digital bei Akima. Was verbirgt sich hinter diesem Titel?

Anton Bühl: Ich kümmere mich bei Akima um alle digitalen Kommunikations- und Marketing-Services, mit denen unsere Kunden online erfolgreich sind. Dazu gehören insbesondere Trends, Tools und Strategien, die das Business der Kunden voranbringen – immer in einem richtigen Mix aus Awareness und Leadgenerierung sowie Kommunikation und Marketing. Ich sehe mich als Silo-Brecher zwischen den Disziplinen und nehme diese Rolle bei Akima ein.

In einem unserer Blog-Interviews hast Du Dich selbst einmal als Storyteller mit Nerd-Anteil bezeichnet – wer ist wichtiger für Deinen Job, der Storyteller oder der Nerd in Dir?

Anton Bühl: Die Technologie zur Umsetzung von Maßnahmen und die Mechanik zu Durchführung von Kampagnen sollte man verstehen, um eine gute Story richtig und zeitgemäß zu erzählen. Beide Aspekte sind für gute Kommunikationsergebnisse heute wichtig. Als Storyteller schaffen wir immer Inhalte für den Nutzer und liefern hoffentlich einen Mehrwert – das sollte auch weiterhin im Vordergrund stehen. Stimmt hingegen die Geschichte nicht, können digitale Kanäle und Tools es auch nicht richten.

Anton Bühl ist Geschäftsleiter Digital bei Akima und Experte für Digital- und Online-Marketing.

 

Was sind aus Deiner Sicht die größten Herausforderungen im Bereich digitale Kommunikation?

Anton Bühl: Mut ist entscheidend. Der erste Schritt ist das Entwickeln von guten Stories, die wertvoll für den Nutzer sind. Unternehmen müssen sich endlich davon verabschieden, nur zu erzählen, was ihnen wichtig ist – das ist für viele nach wie vor ungewohnt. Anschließend gilt es, ergebnisoffen mit den Inhalten zu experimentieren und in den digitalen Kanälen zu lernen. Letztlich ist es der Mut, den eigenen Weg zu finden, diesen mit Eifer (und Budget) zu verfolgen und kein Patentrezept für den digitalen Kommunikationserfolg zu erwarten.

Welche Fähigkeiten werden dafür in Zukunft von uns Kommunikatoren benötigt?

Anton Bühl: Es benötigt starke Analysefähigkeiten, um Zielgruppen zu verstehen und Geschichten für ihre Lebenswelt zu entwickeln. Welche Fragen stellen sie sich? Welche Aspekte eines Themas interessieren sie besonders? An welchem Punkt der Entscheidungsfindung stehen sie? Sind diese Fragen beantwortet, können wir anschließend über die Mechanik sprechen, wie die Geschichte zum Leser kommt. Da sollte der Berater mit den unterschiedlichen Möglichkeiten versiert sein, online die Zielgruppen zu erreichen und Ergebnisse interpretieren zu können. Wer lediglich Kundenbriefings abarbeitet und diese nicht mit eigenen Tools und Methoden hinterfragt, kann bestenfalls mittelmäßige Ergebnisse liefern.

Und welche Rolle spielen Tools dabei?

Anton Bühl: Es war noch nie so einfach und effizient zu erfahren, was Nutzer wirklich umtreibt. Tools helfen uns dabei, einen schnellen Überblick über Themen und Interessen zu bekommen. Darüber hinaus sind durch andere Hilfsmittel granulare Erkenntnisse möglich, um Kommunikation zu messen und zu steuern.

Auf welche Tools möchtest Du nicht mehr verzichten?

Anton Bühl: Search Listening Tools wie Answerthepublic kann ich mir für die Entwicklung von Content-Ideen nicht mehr wegdenken. Ausprobieren ist für jeden, der Texte schreibt oder andere Inhalte entwickelt, aus meiner Sicht Pflicht. Darüber hinaus spielen Social Listening und SEO-Tools eine große Rolle. Ersteres eher bei Reputationsthemen, letzteres bei Vertriebsthemen.

Wo steht die Kommunikation in zwei bis drei Jahren?

Anton Bühl: Ich hoffe, Unternehmen kommunizieren transparenter und geben mehr von ihrer Identität preis, denn das wünschen sich die Stakeholder. Wenn sie dies dann auch noch zeitgemäß und unterhaltsam tun, wäre viel geschafft.

Was bestimmte Kommunikationsmechaniken angeht, müssen wir alle am Ball bleiben und diskutieren dann vielleicht über neue Schlagworte. Es wird aber nach wie vor viele geben, die immer nur auf das richtige Pferd setzen wollen und sich deshalb kaum bewegen.

Worauf dürfen sich die Teilnehmer des Akima Media Think Tanks am 28. Mai freuen? Worum geht es in Deinem Vortrag?

Anton Bühl: Die Teilnehmer dürfen sich auf Inspiration zur Entwicklung von Stories und Kampagnen anhand konkreter Beispiele freuen. Nicht zuletzt helfen in den Use Cases digitale Tools dabei, den Geschäftserfolg mit den richtigen Inhalten zu steigern.

Vielen Dank für das Interview!

 

Marie Makowka

Author Marie Makowka

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