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Influencer sind zu einer mächtigen Kraft in der Marketingwelt geworden. Doch vergessen Sie Instagram-Stars und YouTube-Celebrities. Die eigentliche Macht liegt in den Händen der Menschen, die Ihnen höchstwahrscheinlich jeden Tag im Büro begegnen – den Corporate Influencern. Diese Mitarbeiter:innen sind die verborgenen Superkräfte eines jeden Unternehmens und warten nur darauf, entdeckt zu werden.

Was genau sind Corporate Influencer?

Damit sind jene Kolleg:innen gemeint, die in ihrem eigenen Social-Media-Profil persönliche Erfahrungen teilen und so ihren Arbeitsplatz und ihren Berufsalltag in der Öffentlichkeit repräsentieren. Dies macht sie zu einer wertvollen Ergänzung in der Unternehmenskommunikation.

Wie beflügeln Corporate Influencer die Firmenkommunikation?

Durch ihre Aktivitäten erweitern sie die Rollen des Pressesprechers und der Marketingabteilung. Sie können einen enormen Beitrag leisten, indem sie

  1. authentisch sind: Sie agieren als menschliches Gesicht eines Unternehmens; berichten aus erster Hand über ihre Erfahrungen, Projekte und Erfolge. Das überzeugt nicht nur, es schafft Glaubwürdigkeit und Vertrauen.
  2. die Sichtbarkeit erhöhen: Corporate Influencer bauen ihr eigenes Netzwerk aus, das häufig viel weiter reicht als der Corporate-Kanal. Dadurch steigern sie die Bekanntheit der Marke und fördern die Beziehung zu den Stakeholdern.
  3. Themen setzen und anführen: Häufig verfügen die im Internet aktiven Mitarbeiter:innen über Fachwissen auf ihrem Gebiet. Indem sie es teilen, beeindrucken sie nicht nur – sie zeigen auch, dass das Unternehmen führende Köpfe beschäftigt.
  4. die Arbeitgebermarke stärken: In einer Zeit, in der Fachkräfte rar sind, malen Corporate Influencer ein lebendiges, positives Porträt der Firmenkultur und legen das Wertesystem offen.
  5. die Mitarbeiterbindung vertiefen: Sie reden viel miteinander, teilen Beiträge und oft engagieren sich nicht so eifrige Kolleg:innen. Häufig werden sie sogar von einem festen Kommunikationsteam unterstützt. Entsteht eine interne Community, vertieft sich für alle in der Belegschaft das Gefühl, wertgeschätzt zu sein.
  6. Marketingkosten sparen: Als grobe Richtschnur: Plant eine Firma etwa zweieinhalb Stunden wöchentlich pro Corporate Influencer ein, bedeutet das: 16 Influencer verfügen über die Power einer Vollzeitstelle.
Ist es ihre Aufgabe, die Reichweite des Unternehmensprofils zu erhöhen?

Ja und Nein. Klingt verwirrend? Lassen Sie es mich erklären: Natürlich sind die Markenbotschafter:innen ein potenzieller Hebel, den Firmenaccount bekannter zu machen. Viele Unternehmen haben genau dieses Ziel im Blick, wenn sie ihre Corporate-Influencer-Programme ausarbeiten. Trotzdem scheitern diese oft. Einer der häufigsten Gründe ist, dass die Mitarbeitenden nur als „Repeater“ fungieren, als Verstärker des Unternehmenskanals. Was in der Timeline dann zu sehen ist? Posts wie „Hey, wir sind auf Messe XY“ oder „Schaut, unser Chef wurde vom Handelsblatt zitiert“ – wertvoller Inhalt ist das meistens nicht. Solche Posts führen daher selten zum sehnsüchtig erwarteten Resultat. Denn gerade bei Berufsnetzwerken wie LinkedIn hat sich der Fokus verschoben – hin zum Menschen. Im Zentrum stehen Dialog, Austausch und relevante Inhalte.

Was macht ein erfolgreiches Corporate Influencer-Programm aus?
Schritt 1: Definieren Sie Ihre Ziele

Was möchten Sie mit Ihren Corporate Influencern erreichen? Möchten Sie die Markenbekanntheit steigern, die Reichweite Ihrer Botschaften erhöhen, Themen setzen und anführen oder haben sie das Employer Branding im Blick? Erst, wenn Sie sich über die genauen Ziele im Klaren sind, können Sie die Strategie und Maßnahmen darauf abstimmen.

Schritt 2: Messen Sie den Erfolg

Legen Sie geeignete Key Performance Indicators (KPIs) fest. Die Kennzahlen helfen Ihnen dabei, den wahren Fortschritt zu überwachen und zu bewerten, ob Sie die Ziele auch erreichen. Denken Sie nicht nur an Zahlen wie zum Beispiel die Anzahl der Follower, die Reichweite von Posts und wie oft die Mitarbeiter:innen interagieren, sondern auch daran die Qualität zu messen, Ihre Reputation und Glaubwürdigkeit – natürlich auch, ob Ihre Kunden zufrieden sind.

Schritt 3: Identifizieren Sie geeignete Kandidat:innen

Ihnen stehen verschiedene Wege offen, um die passenden Personen zu finden. Fragen Sie diejenigen, die bereits Markenbotschaften ihn ihrem Profil posten, weil sie zum Beispiel als Speaker auftreten oder aber in sozialen Medien über ihre Arbeit berichten. Sie können auch jene Expert:innen ansprechen, die bisher eher ihre eigenen Themen vorantreiben. In regelmäßige Entwicklungsgesprächen lässt sich herausfinden, wie sie zum Unternehmen stehen und ob sie bereit sind, sich dafür zu engagieren. Sprechen Sie Ihre Wunschkandidat:innen direkt an!

Schritt 4: Geben Sie Sicherheit

Guidelines sind eine wertvolle Hilfe. Was ist erlaubt, was nicht? Diese Fragen beschäftigen Corporate Influencer. Deshalb sollten Sie diese vorab klären. Dazu gehört es auch vorzuschlagen, welche Art von Inhalten sie veröffentlichen und über welche Themen sie sich äußern können. Stecken Sie die Grenzen nicht zu eng: Nur wer seine eigenen Beiträge gestalten kann, kommt authentisch rüber.

Schritt 5: Schulen und unterstützen

Vermitteln Sie Ihren Corporate Influencern das nötige Wissen, wie Sie am besten mit sozialen Medien umgehen. Geben Sie Ihnen Richtlinien an die Hand. Das erleichtert es, dass die Beiträge den Werten und Zielen des Unternehmens entsprechen. Regelmäßige Unterstützung und konstruktives Feedback fördern ebenfalls ihre Entwicklung.

Schritt 6: Denken Sie mittel- und langfristig

Ein Corporate Influencer-Programm ist kein einmaliges Projekt, sondern ein fortlaufender Prozess. Messen Sie regelmäßig den Erfolg und optimieren Sie Ihre Aktionen basierend auf den gewonnenen Erkenntnissen. Nehmen Sie sich die Zeit, die sie brauchen, um die Daten sorgfältig zu analysieren.

Corporate Influencer sind kein kurzweiliger Trend

Sie sind eine strategische Notwendigkeit. Durch sie sehen mehr Menschen das Unternehmen, und lernen ihm zu vertrauen. Sie präsentieren es als attraktiver Arbeitgeber und verwandeln bisherige Fremde zu Fans. Aber dafür müssen Sie aktiv bleiben. Eigenschaften, die Sie in Ihrer Belegschaft suchen sollten, wenn Sie ein Corporate Influencer Programm einführen wollen: Ausdauer und die Lust, sich in den sozialen Medien mitzuteilen. Was wertvolle Posts sind, das lässt sich lernen.

Aber wie setzten Sie ein erfolgreiches Corporate Influencer-Programm auf? Und wie lassen sich geeignete Markenbotschafter finden? Das erfahren Sie in meinem Whitepaper, welches Sie sich kostenlos herunterladen können.

Volker Schmidt

Author Volker Schmidt

CEO von Akima Media. Leidenschaftlicher Fußballspieler, Kaffeeliebhaber und Hobbykoch. Hält es gerne mit den Worten von Richard Branson: "Take care of your employees and they will take care of your customers."

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